Über mich

 

Über mich

Seit einigen Jahren befasse ich mich nun schon mit Energiemedizin. Dies war nicht unbedingt mein Wunsch, aber manchmal sieht das Leben etwas anderes für einen vor, als man selber möchte.

Vor über 10 Jahren,mit etwa 30 war ich so erschöpft und kraftlos, dass ich dachte, das wäre es jetzt gewesen mit dem Leben. Mehr kommt nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon ca. 13 Jahre chronische Müdigkeit mit Konzentrationsproblemen hinter mir, massive Schlafstörungen über 10 Jahre, auch Koordinationsschwierigkeiten, ein extremes Beispiel z.B. , dass ich durch eine Tür gehen will, aber gegen den Rahmen laufe… und immer mit der Frage: „Was ist bloß mit mir los?“ Ich kam manchmal auf die einfachsten Worte nicht. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich manchmal vom Verhalten her komisch auf andere wirke…insbesondere dann, wenn ich den ganzen Tag unter Menschen war, ohne die Möglichkeit zu haben, mich zurückzuziehen und auszuruhen, wenn ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte vor Müdigkeit.
Ich war körperlich so schwach, dass ich oft kaum einen Hügel hinaufkam und den halben Tag erschöpft auf dem Sofa lag. Den halben Tag verschlief ich. Zudem hatte ich viele körperliche Beschwerden wie ständige Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen, manchmal Lichtempfindlichkeit, chronische Erkältungssymptome, starkes Schwitzen, einen ständig trockenen Mund und viel Durst, arge Zahnprobleme, Konzentrationsprobleme, ich fühlte mich oft fiebrig und vieles mehr. Können Sie sich vorstellen, wie es ist, sich fast jeden Tag über eine ewig lange Zeit so zu fühlen, als bekäme man gerade eine Grippe? Mal mehr, mal weniger. Ohne Aussicht darauf, dass sich etwas ändert an dem Zustand? Und wenn man mit seinen Symptomen nicht ernstgenommen wird, nicht von Ärzten und nicht vom Umfeld? Weil man ja nicht krank aussieht?
Nachdem nach längerer Zeit bei einer Ärztin, die auch Naturheilverfahren anbot, herauskam, dass ich fast die Hälfte aller Lebensmittel nicht vertrage (u.a. Weizen) und ich diese Lebensmittel vom Speiseplan strich, ging es mir etwas besser, ich musste nicht mehr den halben Tag schlafen und die Übelkeit nahm ab. Sonst änderte sich jedoch nicht viel. Ich blieb trotzdem sehr erschöpft. Ich machte auch sonst sämtliche Therapien, die sie anbot, doch ohne wirklichen, durchgreifenden Erfolg.
Ich war oft sehr verzweifelt…ich war immer wieder auch schon früher seit kurz nach meinem Abitur bei unterschiedlichsten Ärzten gewesen, aber keiner fand den richtigen Ansatz.
Erst mit 40 erhielt ich die Diagnose Sjögren-Syndrom, da mein neuer Hausarzt sich wirklich Mühe gab und sehr engagiert war, mir zu helfen und mich zu insgesamt 17 Fachärzten schickte. Ich machte alles durch, über Magen-und Darmspiegelung, Bluttests bis hin zu Röntgenuntersuchungen wie z.B. der Lunge. Erst nach einem ganzen Jahr intensiver Suche bekam ich die Diagnose.
In der einen Broschüre, die es über das recht unbekannte Syndrom gibt, steht: “ Diese Erkrankung ist ein harter Brocken. Den steckt man nicht mal so ohne weiteres weg!“ Wie wahr!

Ausserdem stellte kurze Zeit später eine Heilpraktikerin fest, daß ich eine chronische Borreliose habe (die möglicherweise auch die rheumatische Erkrankung ausgelöst hat?). Meine Blutwerte sagten zwar, daß ich vor langer Zeit eine Borreliose hatte, doch die Werte waren nicht allzu hoch, daher wurde schulmedizinsch nichts dagegen unternommen. Die Heilpraktikerin hatte jedoch selber eine Borreliose gehabt und erkannte daher direkt, daß sie auch in mir noch aktiv war und meinte, dass ein Laborbefund nicht immer aussagekräftig ist. Dies bestätigte mir dann auch mein Hausarzt, der es selber immer wieder erlebt, daß die Werte oft stark schwanken.

Ich kann jedem, der sich kränklich fühlt, erschöpft und müde ist, eine zuckerfreie, glutenfreie und vegane Ernährung empfehlen. Wenn man die Sache richtig angeht ( um Mangelerscheinungen  vorzubeugen), verspreche ich Ihnen, sie werden sich damit deutlich besser fühlen! Ich mache diese Diät erst seit kurzem und es ist wunderbar! Es gibt inzwischen so viele tolle Rezepte und Produkte, dass es kein Verzicht ist, sondern eine Bereicherung!

Und die Energiearbeit, die ich seit einiger Zeit praktiziere (schamanische Techniken, Reiki, Meditation) ist ebenfalls sehr hilfreich und heilend. Und dieser Weg ist einer, auf dem man innere Freude und Frieden findet. Jede Krankheit hat ihren Sinn und es ist nur eine neue Herausforderung und auch die Möglichkeit, sein tiefstes Inneres zu erkunden. Es gibt nichts, was unheilbar wäre!
Ich bin froh, diesen Weg der Energiearbeit gefunden zu haben, den ich sonst wohl nicht eingeschlagen hätte. Vieles von dem, was ich jetzt mache, war mir früher zu wenig greifbar und teilweise empfand ich es einfach als Blödsinn! Dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir gemeinhin annehmen, davon haben mich Bücher wie die vom Bewußtseinsforscher Robert Monroe, dem Autor und Regisseur Joachim Faulstich und dem Antropologen Alberto Villoldo sowie Berichte über Nahtodeserfahrungen (Raymond A. Moody) überzeugt. Zu diesen kam ich mit etwa  33 Jahren, als ich kaum noch Hoffnung hatte, dass sich an meinem Zustand etwas ändert. So habe ich mich sehr intensiv mit dem Tod auseinandergesetzt. Letzten Endes war das sehr gut und brachte mir etwas Optimismus zurück.

                    

Ich bin auf dem richtigen Weg! Und es geht weiter…ich bin zutiefst dankbar dafür!
Ich bin voller Zuversicht und Gewissheit, dass alles immer besser wird. Und…mir geht es gut!
Ich danke allen, die mich unterstützen, nicht zuletzt auch meinen lieben SitzungspartnerInnen von Vesseling sowie meinen “ Schamanenschwestern und -brüdern“ meiner aktuellen Schule  ( „The four winds society“ )  thefourwinds.de/wp-content/uploads/FourWindsSocietyGerman.pdf

Herzliche Grüße, Sabine Friedewald

 

 

Wenn Sie möchten, dann lesen Sie weiter…mein Lebenslauf…

Dies ist meine Geschichte, aber es ist „nur“ eine Geschichte, denn wir haben jederzeit die Möglichkeit, unsere Biografie umzuschreiben. Wenn sie uns nicht gefällt, dann erfinden wir uns eine neue, denn wir sind die Erschaffer von allem, was uns im Leben geschieht.
Ich bin gerade dabei!

Es geht in dem folgenden Text nicht darum, irgendwelche Menschen schlecht zu machen. Alles hat seinen Sinn und viele negative Dinge, die uns geschehen, sind eine Riesenchance zum Wachstum. Wir sollten den Menschen und Umständen dankbar dafür sein.
Da wir alles selber erzeugen, gibt es niemanden, dem wir dafür die Schuld geben müssten, wenn wir in einer schlechten Situation sind. Es sollte uns in die Selbstreflektion bringen mit der Frage: „Wie habe ich das bloss erschaffen?“ Wut und Ärger auf andere sind dann nicht mehr haltbar. Es ist schön, zu wissen, dass man alles selber in der Hand hat und die anderen „nur“ unsere Lehrer sind. Dann muss man auch auf niemanden mehr wütend oder ärgerlich sein. In der Praxis ist das natürlich nicht immer so leicht. Es bedeutet Arbeit an sich selber, zu schnell aktiviert man, wenn man nicht bewußt bleibt, auch wieder alte Muster, die uns glauben lassen, die anderen sind Schuld.
Es können auch sogenannte „Abrücke“ sein, die uns in unangenehme Situationen bringen oder Krankheiten verursachen. Diese Abdrücke werden von Generation zu Generation als „Erbe“ weitergegen.  Werden sie (z.B. schamanisch) beseitigt, wird diese Kette durchbrochen. So müssen wir und nachkommende Generationen nicht weiter unter ihnen leiden.
Wichtig ist, einverstanden zu sein mit dem, was gerade ist. Jeder Widerstand macht die Dinge nur schlimmer, jedes Annehmen aber bringt einen einen Schritt weiter in die richtige Richtung.

 

Als Kind war ich sehr glücklich, ich war kreativ und hatte immer gute Freunde. Hinter unserem Haus hatte ich ein Spielparadies mit viel Grün und einer alten Ziegelei, die ein riesiger Abenteuerspielplatz war. Ich spielte auch oft im Wald, kletterte gerne auf Bäume…es war eine wunderschöne Zeit. Da meine Mutter keine Angst hatte, dass mir etwas passieren könnte, hatte ich viele Freiheiten. Sie war es selbst aus ihrer Kindheit so gewohnt.

Ich war zwar immer schüchtern, aber ich wusste, was ich konnte.

Mit etwa 13 oder 14 Jahren wandelte sich die Welt für mich dramatisch. Ich war oft krank, hatte häufige Fehlstunden in der Schule, oft Erkältungen, Abzesse u.ä..Ich erlebte nichts wirklich ganz Schlimmes, aber es kamen viele kleine Dinge zusammen. Ich hatte mir als Kind vorgenommen, niemals erwachsen zu werden. Und ich denke, ich habe diesen Wechsel vom Kind zum Erwachsenen nicht verkraftet.
Zum einen musste ich mit ansehen, wie mein komplettes Kinderparadies den Baggern zum Opfer fiel. Die Weite, die ich als Kind geliebt hatte, wandelte sich in Enge, denn ganz nah an unser Haus wurden Reihenhäuser gebaut. Nur ein winziger Bruchteil unseres Gartens blieb. Das Ende meines großen Spielplatzes war auch das Ende meiner Kindheit.
Meine damalige Freundin war in ihrer Entwicklung schon weiter und schloss sich anderen an, die bereits in die Tanzschule gingen, während ich noch gerne mit Stofftieren spielte. Das ist für mich auch verständlich, man sucht sich als Heranwachsender Freunde, die einen gleichen Entwicklungsstand haben. Zwar war ich mit in dieser Gruppe, aber da ich auch immer lieber in Zweierbeziehungen war, also am Liebsten mit nur einer Freundin zusammen war, war das für mich schwer zu verkraften, auch wenn ich nicht alleine gelassen wurde. Es schloss sich mir dann noch ein anderes Mädchen an, das mit Vorliebe Horrorfilme sah, welche ich dann notgedrungen mit sah. Für mich war das ganz fürchterlich!
In der Zeit habe ich auch oft in Läden Dinge mitgehen lassen, heißt geklaut. (alles, was man im Ärmel der Jacke verschwinden lassen konnte). Ich bin nie erwischt worden. Ich bitte alle Ladenbesitzer hiermit um Verzeihung und Vergebung.
Obwohl ich auch eine nette Klasse und einen netten Klassenlehrer hatte, war ich ab etwa der 8. Klasse wirklich sehr unglücklich.
Da die Pubertät außerdem eine Zeit der Unsicherheit ist und ich nicht mehr so selbstsicher war, glaubte ich anderen dann mehr als mir selber. Weil in unserer Familie leider nicht sehr bewusst mit Worten umgegangen wurde und mein Vater sich und andere unbewusst niedermachte, hatte ich auch irgendwann keine gute Meinung mehr über mich. Zudem wurden die Dinge, die mich interessierten, wie alles Kreative und körperliche Geschicklichkeit, nicht als gleich hoch eingestuft wie die Dinge, die meinen Bruder, mit dem ich mich aber immer gut verstanden habe und noch verstehe, interessierten, der morgens zum Frühstück schon Lexica las und auch sonst ein absoluter Bücherwurm war. Bücher waren als Kind einfach nicht meine Welt, vor allem auch deswegen nicht, weil mich die Erwachsenen immer drängten, ich solle lesen. Ich stromerte lieber stundenlang durch den Wald, malte und saß auf meinen Lieblingsbäumen, zusammen mit meiner Katze oder ich dachte mir Spiele aus…

Das, was wir über uns denken, wird Wirklichkeit. Immer!

Genauso, wie ich in der Grundschulzeit trotz Schüchternheit überzeugt von mir war und sich das im Außen spiegelte ( ich war z.B. Klassensprecherin oder musste im Ballettuntericht, den ich eine zeit lang besuchte, den anderen Übungen vortanzen), so erzeugte das Gefühl in der Pubertät, ich sei wertlos, eine Wirklichkeit, die sich danach richtete.

Irgendwann konnte ich nichts mehr fühlen und war innerlich komplett tot, und alles, was ich eigentlich gut konnte, wie z.B. Malen, klappte nicht mehr. In der Zeit ist wohl ein Teil meiner Seele verschwunden ( siehe auch in der Beschreibung der Vesselingsitzung).
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich nach dieser Zeit bald, in der Oberstufe, auch wieder sehr liebe Freundinnen fand, die auch gerne Einzelfreundschaften mochten und eher nicht so gerne in einer Gruppe waren. Das entsprach mir damals viel mehr.
     

Aber irgendetwas war mit mir nicht in Ordnung. Ich war immer müde und unkonzentriert, oft fast schusselig.
Ich war äußerlich sehr aktiv in allen möglichen Naturschutzvereinen und machte extrem viel Sport, ich glaube, ich hoffte, mich so wieder fühlen zu können, aber es füllte nicht die Leere und die Müdigkeit verschwand dadurch auch nicht. Die Müdigkeit war sehr ausgeprägt und ich bin inzwischen sicher, dass ich mich in dieser Zeit mit der Borreliose angesteckt habe oder aber das Sjögren-Syndrom schon zu diesem Zeitpunkt begann. Für mich ist es bis jetzt ein Wunder, dass ich in diesem Zustand und mit meinen Konzentrationsproblemen überhaupt mein Abitur geschafft habe.
Die Heilpraktikerin, bei der ich derzeit in Therapie bin, meinte, man würde nur dann von einer Zecke gebissen oder infiziert mit Borreliose, wenn man ohnehin schon geschwächt ist. Die spüren das. Wenn ich überlege, mit welchen Glaubenssätzen ich mich damals identifizierte, macht das durchaus Sinn. Nur wenn wir aus dem Gleichgewicht geraten, haben Viren, Bakterien usw. eine Chance, uns anzugreifen.
Ich erinnere mich auch, dass ich in meiner Kindheit, in der ich mich stark gefühlt hatte, nur ein einziges Mal von einer Zecke gebissen wurde, obwohl ich mich viel in der Natur aufgehalten habe. Später mußte ich ständig Zecken von meinem Körper absammeln und hatte Glück, wenn sie sich nicht schon festgebissen hatten.
Die Heilpraktikerin erzählte mir außerdem, dass sie einen Klienten gehabt hat, der die Diagnose Demenz bekommen hatte und auch schon in einer Demenzgruppe war. Als sie ihn testete, kam heraus, dass er auch Borrelien in sich hatte und als er daraufhin therapiert wurde, wurde er immer klarer im Kopf. Ist das nicht unglaublich? Ich möchte nicht wissen, wieviele demenzkranke Menschen eigentlich eine Borreliose haben!? Ich hatte selber oft das Gefühl: „Du bist irgendwie nicht ganz klar im Kopf“.
Ein anderer Grund, dass ich mich immer nicht wohl gefühlt habe, könnte auch sein, dass ich als Jugendliche die Kellerräume meiner Oma bezog, die kurz vorher gestorben war. Ab etwa diesem Zeitpunkt begann es mit der Müdigkeit.

Nach dem Abitur wollte ich irgendwie weit weg. Ich dachte, vielleicht legt sich diese Müdigkeit, wenn ich mal ganz anders lebe, ich ganz weit weg bin.
Am Liebsten wäre ich in die Anden gegangen, ich liebe weite offene Berglandschaften (ich bin mit 18 mit meiner Schulfreundin durch einen Nationalpark in Lappland gewandert. )
Schließlich bin ich für ein halbes Jahr „nebenan“ gelandet, in dem Projekt Fundacao Terra in einer Favela (Elendsviertel) in Nordostbrasilien.
Als ich das erste Mal auf Padre Airton Freire stieß, der das Projekt ins Leben gerufen hatte und mit den Armen lebte, war ich sehr beeindruckt. Als ein anderer Deutscher mich ihm vorstellte, saß er gerade mitten in einem riesigen, leeren Raum auf dem Bauernhof für Straßenkinder und meditierte. Als er mich begrüßte, kam es mir vor, als würde er mich schon immer kennen und als würde er direkt in meine Seelen schauen. Wie konnte ein Mensch so eine Ausstrahlung haben?
Bei diesen Menschen in der „Müllstraße“, wie die Gegend hieß, habe ich viel Lebensfreude, Dankbarkeit, Gastfreundschaft und Herzlichkeit wahrgenommen und war selber oft sehr dankbar. Die Offenheit und Freigiebigkeit dieser Menschen hat mich sehr beeindruckt.
Trotzdem war ich oft müde, ohne zu wissen, warum. Die Einheimischen meinten, mir würde wohl das heiße Klima nicht bekommen.
Nach diesem Aufenthalt empfand ich, dass unsere westliche Welt voller Luxusprobleme ist, Leute, die über Kleinigkeiten nörgelten, während die armen Menschen in Brasilien zu einem großen Teil trotz primitivsten Lebensumständen voller Freude waren. Ich konnte das nur schwer verstehen!
Natürlich ist unsere Gesellschaft alles andere als problemfrei, das sah ich damals nicht so sehr. Es sind nur ganz andere Probleme, die oft auch durch Isolation und Vereinsamung entstehen. Dieses Problem gibt es in Brasilien ja eher selten. Dort hat man eher Mühe, sich mal zurückzuziehen und für sich alleine zu sein.

Hier finden Sie Informationen über das Projekt!
Es ist übrigens dankbar über jede Spende!

Hier ein Film über die Organisation und Pater Airton (mit deutschem Untertitel):

 

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Danach besuchte uns der Pater noch 3x in Wuppertal und hielt Vorträge an unterschiedlichen Orten.

Anschließend ging ich nach Marburg, um Ethnologie mit Schwerpunkt Naturvölker Südamerikas zu studieren.
Ich lernte zwei Freundinnen kennen, mit denen ich eine sehr schöne Zeit dort verbrachte.

Wir fuhren häufig morgens zu einem See, um noch vor dem Frühstück und bei jedem Wetter, selbst im Winter, zu baden, außerdem waren unsere Unternehmungen immer kreativ, wir machten zusammen Musik und sangen u.a. die selbstkomponierten Lieder meiner einen Freundin und mir war es auch wieder möglich, mit Freude Bilder zu malen. Ich konnte wieder kreativ sein und das Singen machte mir genau soviel Spaß wie das Malen und viele andere Dinge. Unser Leben geschah nur im Jetzt, wir schafften es, den Augenblick zu leben. Ich begann dann, vor Enthusiasmus nachts nicht mehr zu schlafen. Ich schlief in den Nächten nicht, war aber jeden Tag trotz Müdigkeit dankbar, mich wieder spüren zu können. Und obwohl ich nicht schlief, wurde ich nicht krank, hatte nie eine Erkältung oder ähnliches. Ich war so glücklich, dass ich begann, Menschen, die auf der Straße leben, Kaffee auszugeben und mich mit ihnen zu unterhalten, um ein Stück Freude an jene weiterzugeben, denen es nicht so gut ging. Diese Aktion entstand wohl sicher auch durch meine Zeit in Brasilien, die mich dazu inspiriert hatte. Einer sagte mal zu mir: “ Du weißt doch gar nicht, wie das ist, auf der Straße zu sitzen und zu betteln“. Daraufhin bin ich 3x in Städte gefahren, in denen mich keiner kennt, und habe mich tatsächlich mit einer Schale in die Fußgängerzone gesetzt und habe es ausprobiert, wie es sich anfühlt, zu betteln…ich weiß nicht, wie ich diesen Mut aufbringen konnte. Eine Person, die mich ansprach und sagte: „Sie sehen aber eher wie eine Studentin aus, der das Geld ausgegangen ist“, erklärte ich, warum ich hier saß und sie meinte, ich müsse darüber doch unbedingt einen Artikel schreiben.
Dadurch, dass mir so viele Dinge wieder Freude bereiteten, war ich oft zu übereifrig, als wollte ich die verlorenen Jahre innerhalb kürzester Zeit nachholen. Ich wollte tausend Dinge auf einmal machen. Das war natürlich unmöglich. Es fiel mir aber auch oft schwer, mit meinen Freundinnen mitzuhalten, weil ich einfach häufig so k.o. war. Zu dem Zeitpunkt dachte ich, die Müdigkeit käme einfach von den Nächten, in denen ich nicht schlafen konnte.

Mir war klar, dass ich das Studium beenden würde, denn außer dass es nicht das versprach, was ich erhofft hatte, war ich auch zu übermüdet, um mit dem Kopf zu arbeiten. Auch das autogene Training und andere Entspannungstechniken, die ich in Marburg machte, brachten mir meinen Schlaf nicht wieder.

Also ging ich wieder zurück in das Haus meiner Eltern. Das war ein großer Fehler von mir!
Zunächst plante ich noch eine Reise zu einer Rentier-Samenfamilie in Kautokeino (Lappland).
    
Trotz Müdigkeit schaffte ich es, mir noch etwas Norwegisch beizubringen und blieb etwa 1 Monat dort (leider war es die falsche Zeit und ich bekam kein Rentier zu sehen, statt dessen reparierten wir die Zäune der Winterweiden).

Danach, wie gesagt, wohnte ich wieder bei meinen Eltern.
Dort ging es mit mir langsam abwärts. Ein Problem wird immer erst dann zum Problem, wenn wir es als solches ansehen. Für mich gab es zu dem Zeitpunkt kein Problem, gesehen an dem Zustand, in dem ich mich in der Jugend befunden hatte. Die Müdigkeit tagsüber war zwar etwas lästig und die Nächte sehr nervig, aber meine große Dankbarkeit und Freude glichen es wieder aus.

Doch die Sichtweise meiner Eltern auf meine Situation, meine Schlafstörungen (die übrigens auch ein Symptom einer Borreliose oder des Sjögren-Syndroms sein können), war eine problematische. Auch dass ich mein Studium abgebrochen hatte. „ Das wird sowieso nichts mehr mit dir“(mein Vater).
Ich machte viele Halbtagspraktika, um nicht einfach gar nichts zu machen, aber es fiel mir schwer, einen ganzen Tag hätte ich keine Konzentration aufbringen können.

Eine Weile hielt ich dem, was meine Eltern dachten über meine Situation, stand, aber irgendwann begann ich mich immer schlechter zu fühlen. Ich begann, mich in eine permanente Verteidigungshaltung zu begeben. Sobald dies aber geschieht, ist man nicht mehr mit den eigenen schöpferischen Energien verbunden. Dies bringt zwangsläufig Erstarrung mit sich, einen Zustand, der dem Leben nicht dienlich ist und Leid und Krankheit verursacht.
Ich begann also zu glauben, dass ja sowieso alles keinen Sinn macht. Dann ging ich Nachbarn aus dem Weg, weil sie denken könnten, ich sei faul und so entwickelten sich Schuldgefühle und Ängste. Ich versteckte mich halb, da ich ein schlechtes Gewissen hatte, nicht arbeiten zu gehen. Ich hatte mich also jetzt das zweite Mal schon in den Projektionen und Erwartungen der Außenwelt verloren und das erzeugte in mir wieder das Gefühl, nichts wert zu sein.
Ich zog in die Kellerräume im Elternhaus, die mit der Zeit immer feuchter und schimmeliger wurden und die mich sicher auch sehr schwächten. Zudem lag ich jahrelang mit dem gesamten Körper auf einer dicken Wasserader, auf der mein Bett stand. Früher hätte ich darüber gelacht, aber inzwischen bin ich davon überzeugt, dass sie eine Auswirkung auf den Körper haben. Hunde, Kühe, Pferde und andere Tiere würden sich niemals freiwillig auf eine Wasserader legen. In früheren Zeiten baute man dort die Häuser, wo das Vieh sich hinlegte. Man wusste, dass das ein guter Ort zum Bau eines Hauses war. Dieses Wissen ist leider verlorengegangen. Katzen dagegen sind Wasseradersucher, die fühlen sich richtig wohl dort.
Dann ging ich kurz danach noch eine Beziehung ein, in der ich ständigem Druck ausgesetzt war, das, gepaart mit den Schlafstörungen, machte mich dann erst richtig krank.
Ich bekam heftige Magen-und Darmbeschwerden und hatte selbst dann Angst, wenn das Telefon klingelte. Es war kaum zu glauben, dass ich in der Favela, in der wir nachts von einem Nachtwächter beschützt wurden und es eine große Eisentür gab, die verschlossen wurde, weil die Kriminalität hoch war, kaum Angst hatte und ich nun zusammenzuckte, wenn es schellte…allerdings ist in diesem Haus meines damaligen Freundes auch noch eine Person umgebracht worden, die Energie dort war sehr beängstigend…
Nachdem diese Beziehung beendet war, war ich, wie gesagt, mit meinen Kräften am Ende. Ich konnte zwar jetzt nach etwa 10 Jahren endlich wieder nachts schlafen, aber ich schlief auch tagsüber.
Da ich dachte, ich würde mich nur gehenlassen ( eigentlich spürte ich, daß es nicht so war, aber ich redete es mir ein, ) und etwas Abwechslung mir gut täte, wanderte ich 3 Monate mit einem Wanderschäfer durch Österreich. Ich wollte wohl auch den anderen beweisen, dass ich nicht faul bin.

https://www.google.de/search?q=hans+breuer+sch%C3%A4fer&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&dcr=0&ei=Ey5FWqmrHdHA8gfSurC4DA#

Zuvor hatte ich mich noch komplett von meinem damaligen Hausarzt durchchecken lassen. Alles in Ordnung! Er wunderte sich nur etwas, dass ich jedes Mal, wenn ich bei ihm war, erhöhte Temperatur hatte, ging der Sache aber nicht weiter nach: “ Sie sind gesund, Sie können diese Wanderung mitmachen“. Also doch alles nur seelische Probleme? (wobei ich überzeugt davon bin, dass auch jede körperliche Erkrankung eine seelische Komponente hat, selbst ein Beinbruch o.ä.!)
Doch ich war total erschöpft und versuchte nur einfach, die Tage durchzustehen, ich bekam absolut keine Kondition trotz täglicher stundenlanger Bewegung und mir war den ganzen Tag über übel. An meinen wenigen freien Tagen lag ich den halben Tag im Bett. Als ich wieder in Wuppertal war, bekam ich einen Schock, denn 10 Zähne mussten behandelt werden, zwei mit einer Wurzelbehandlung, es kamen in den Jahren danach noch drei dazu ( ich weiß inzwischen, dass der schlechte Zustand meiner Zähne mit dem Mangel an produziertem Speichel durch das Syndrom zusammenhängt , der ja eine Schutzfunktion für die Zähne erfüllt). Die Arbeit beim Schäfer hatte mich körperlich vollkommen überfordert.
Und ich schlief auch zu Hause wieder den halben Tag. Ich hatte oft Zahnschmerzen, wußte oft nicht, wie ich essen sollte, da mir das gesamte Gebiß weh tat ( ich erinnere mich, dass ich damals, als meine Zähne noch gesund waren, sehr, sehr oft träumte, meine Zähne würden mir faulen und ausfallen…im Nachhinein erkenne ich diese ständig wiederkehrenden Träume als sogenannte „Zukunftsträume“, die mich vor einem körperlichen Problem in der Zukunft warnten…) und nach wie vor hatte ich Magenschmerzen, ständige chronische Erkältungssymptome usw..
Sehr anstrengend war für mich auch, was andere über mich dachten. Das Gefühl, nicht ernst genommen oder auch belächelt oder wie ein Kind behandelt zu werden. Ich hörte alles mögliche von: “ Du hast seelische Probleme“, “ „Vielleicht bist Du ja autistisch ( wenn ich so erschöpft war und unter Menschen, war ich manchmal wie nach innen gekehrt, nahm nicht mehr an Gesprächen teil, da ich einfach abschaltete und dann vom Gespräch nichts mehr mitbekam, wurde dann natürlich behandelt, als sei ich „Luft“, was sehr belastend für mich war) usw. Dies bestärkte natürlich auch alte Glaubenssätze wie “ Ich bin nichts wert“.
Es heißt zwar, „eine Krankheit ohne Namen verschwindet schneller wieder“, aber manchmal ist es wirklich ein Segen, eine Diagnose zu erhalten, um Respekt und Verständnins vom Umfeld zurückzuerhalten.

Zumindest mußte damals irgendetwas musste geschehen!

In der Zwischenzeit hatte ich mit der Kraft, die mir blieb, ein Lebensmittelgewerbe aufgebaut und züchtete Kombucha und Kefir. Die Wohnung meiner Oma im Elternhaus eignete sich sehr gut dazu und mit ein paar Umbauten genehmigte die Lebensmittelüberwachung diese Räume. Der Kommentar meines Vaters war: „Das wird sowieso nichts“. Ich verkaufte und es wurde doch etwas, zum Glück ließ ich mich nicht mehr einschüchtern.
Es war zwar fast immer etwas anstrengend und wenn ich mal mehr verkaufte, weil z.B. etwas im Fernsehen über Kefir lief, mußte ich den Shop zwischenzwitlich schließen, weil ich die Arbeit nicht schaffte, aber insgesamt gab es mir doch ein Stück Lebensmut zurück. Und ich konnte Leuten erzählen, was ich tat und mußte nicht sagen: “ Ich tue gar nichts“. Denn das fühlte sich immer sehr schlecht an.
Ich wanderte dann den portugiesischen Jakobsweg. Dadurch, dass ich dort nach meinem eigenen Rhythmus gehen konnte, ging es mir dabei deutlich besser als beim Wanderschäfer, zwar war ich eher sehr langsam unterwegs, da ich nicht schnell laufen konnte, aber insgesamt ging es mir dabei gut und meine chronischen Halsschmerzen verschwanden währenddessen. Ich war nicht fit, aber irgendwie zufrieden. Manchmal ging ich nur wenige Kilometer.

Schließlich ging ich zu einer bekannten Ärztin, die auch Naturheilverfahren anbot. Die diagnostizierte schließlich zahlreiche Lebensmittelallergien.
Ohne diese Nahrungsmittel war ich schon etwas mobiler und musste nicht mehr den halben Tag schlafen. Ein paar Jahre später suchte ich mir einen neuen Hausarzt, der wirklich viel für mich getan hat und tut und mich zu insgesamt 16 Fachärzten schickte.
Nach schier endloser Suche von etwa 1 Jahr diagnostizierte man bei mir das Sjögren-Syndrom ( eine rheumatische Erkrankung). Wie weiter oben schon erwähnt, stellte sich dann bei einer Heilpraktikerin heraus, dass ich auch eine chronische Borreliose habe.

Etwas zuvor hatte ich begonnen, im energetischen Bereich zu arbeiten.

Ich bekam Reiki und erlernte es selber. Dadurch wandelte sich in mir etwas und die äußere Welt begann auch, sich zu ändern. Ich begann dann, mich mit dem Schamanismus auseinander zu setzen. Ich las die Bücher von Alberto Villoldo, die mich davon überzeugten, dass die Realität eine ganz andere ist als die, die wir gemeinhin als solche annehmen.
Durch diese Bücher fand ich zunächst den Weg in die Vesseling-Schule .Ich machte zwei Probesitzungen. Und ich war erstaunt, dass diese Frau, die mich nicht kannte, Bilder aus meinem Unterbewusstsein holte, die genau zu mir passten. Sie sah mich im Erinnerungsbild in der Situation als etwa 13jährige in unserem Garten mit Gartenteich und das Bild war so genau, als hätte sie unser Grundstück abgemalt. Auch wie ich kniend die Tiere im Gartenteich betrachtete…ich habe sogar noch ein Foto, das diesem Bild von ihr glich. Nur dass in dem gemalten Erinnerungsbild jemand mit mir schimpfte und mich aus der Betrachtung des Teiches herausholte.
Sie holte mir auch meinen neuen Glaubenssatz: „Ich bin hier, um mich zu spüren“. Genau das war es, was mir in der Zeit damals abhanden gekommen war! Das war schon beeindruckend!
Als ich mit der Ausbildung begann, war es bei meinen Eltern fast unerträglich. Ich konnte mir nun eine Wohnung durch den Verkauf von Kombucha und Kefir leisten, doch hatte ich starke Schlafprobleme dort und konnte sie daher sehr lange kaum nutzen. Ich war kurz davor, wieder umzuziehen. Meinem Vater war es in dem ganzen Jahr so schlecht gegangen und er kam alle paar Wochen teilweise unter dramatischen Umständen ins Krankenhaus ( Nierenversagen), dass wir dachten, er würde bald sterben. Meine Mutter und ich waren seelisch fertig. Als ich zu meinem ersten Kurs in der Schule fuhr, wollte mein Vater kaum noch etwas essen, es ging ihm sehr, sehr schlecht.
Außerdem hatte sich auch noch der Vater meiner Schwägerin ermordet, die Dramatik war sehr groß.

Wenn wir an uns selber arbeiten und unser Inneres wandeln, wandelt sich auch die äußere Welt. „Wie innen, so außen“. Diese Gesetzmäßigkeiten waren mir früher nicht bekannt. Ich habe sie im Rückblick auf mein bisheriges Leben aber immer wieder erkannt.
Die Welt richtet sich immer nach unseren Gedanken und Gefühlen. Wenn wir Angst haben und denken, etwas Schlimmes könnte geschehen und wir denken es nur lange genug, dann erzeugen wir selber im Außen schlimme Ereignisse. Wenn wir angstfrei sind und voller Freude, wenn wir wissen, uns kann nichts geschehen, dann wird die Welt zu einem sicheren Ort für uns und immer mehr schöne Dinge geschehen in unserem Leben. Ich habe selber Himmel und Hölle erlebt und immer hatte es etwas mit meiner Denkweise und den damit verbundenen Gefühlen zu tun.

Als ich also in der Schule begann, meine Wunden in Quellen der Kraft zu verwandeln, da gab es viele Veränderungen.
Die erste war, dass ich zu meinen Eltern kam und einen verwandelten Vater vorfand. Nach einem ganzen Jahr der Verzweiflung ging es ihm wieder besser und er aß auch wieder und meine Mutter meinte, sein Zustand sei zunehmend besser geworden, genau in der Woche, als ich in der Schule war. Seine Medikamente waren gerade umgestellt worden. Wenn wir beginnen, uns selber zu heilen, dann heilen wir auch unsere Umgebung.
Die Schlafstörungen, die ich über ein Jahr in meiner Wohnung hatte und die mich die Wohnung kaum nutzen ließen, hörten ganz plötzlich auf, ich konnte das selber kaum glauben.

Ich spüre, dass mein Leben sich immer mehr wandelt und ich immer wieder Dinge dazulernen darf, worüber ich sehr glücklich bin.
Ich empfinde häufig große Dankbarkeit und kann die kleinen schönen Dinge im Leben geniessen.
Wenn ich in der Natur sitze und einen Kaffee trinke und die Sonne mir ins Gesicht scheint, kommt es mir vor, als sei ich der glücklichste Mensch der Welt.
Es braucht so wenig, um zufrieden zu sein!

Ich habe auch große Gewissheit, dass mein körperlicher Zustand immer besser wird!

Vor Kurzem habe ich die Ausbildung in der „The Four winds society“ des amerikanischen Anthropolgen Alberto Villoldo, der seit 30 Jahren die Heilmethoden der Schamanen Perus erforscht, erfolgreich abgeschlossen. ( thefourwinds.com ), .
Dies ist für mich ein Schritt zurück zur Ethnologie, die ich vor etwa 20 Jahren als Studienfach abgebrochen habe.
Ich spüre eine grosse Verbindung zu Südamerika, ohne zu wissen, warum. Ich liebe die Musik, die Sprachen, die Menschen und die bunten Gewänder der Andenbewohner, habe auch das Gefühl, diese Ausbildung bringt mich meinen eigenen Wurzeln näher. Es ist wunderbar!
Und sicher wird auch bald mein Traum in Erfüllung gehen, selber in die Anden zu reisen…
Im Januar 2020 konnte ich bereits eine Reise ins Amazonasgebiet zu Don Agustin machen, wofür ich sehr dankbar bin!